Aktuell

Veränderungen im Aufsichtsrat der in.betrieb

Bei der letzten Aufsichtsratssitzung am Dienstag, 26. November 2019, wurden Klaus Trautmann und Ruth Jaensch nach langjähriger Zusammenarbeit aus dem Aufsichtsrat verabschiedet.Wir wünschen beiden alles Gute für die Zukunft!

berl.in Clubnight Mainz: in.betrieb und Stiftung Juvente starten in Kooperation mit Aktion Mensch inklusive Partyreihe im Berliner Treff

Am Samstag, 23. November 2019, startete im Jugendzentrum Berliner Treff eine ganz neue Partyreihe in Mainz. Menschen mit und ohne Behinderungen können ab jetzt alle 3 Monate bei der berl.in Clubnight gemeinsam tanzen, feiern, Konzerten lauschen und einfach jede Menge Spaß zusammen haben. Zur Eröffnungsfeier legte ein DJ auf und es gab Live-Musik von K‘Daanso & The RaggLyf Familie. Ein Mix aus Charts, Pop, R‘n’B sowie entspannt-energetischer Reggae-Musik sorgten für gute Stimmung. Initiatoren der Partyreihe sind die in.betrieb gGmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration und die Stiftung Juvente Mainz.

Hintergrund für dieses besondere Tanzvergnügen stellt das Aktion Mensch-geförderte Projekt „Gemeinsam FREIzeit verbringen: Inklusive Freizeitangebote in Mainz“ dar. Dadurch sollen Menschen mit Behinderungen echte Teilhabe vor Ort in ihrem Sozialraum erhalten und neue Kontakte in ihrem Stadtteil ermöglicht bekommen. „Unser Ziel ist es, wahre Inklusion zu erreichen und damit das Verständnis füreinander zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen zu stärken sowie für die jeweiligen Bedürfnisse zu sensibilisieren,“ sagt Thomas Junkes, Bereichsleiter des Ambulanten Wohnens der in.betrieb gGmbH.
Der Leiter des Berliner Treffs, Andreas Brunner, zeigt sich ebenfalls überzeugt von diesem Konzept: „Mit der berl.in Clubnight bringen wir Inklusion endlich auch ins Nachtleben. Für junge Leute stellt das ein ganz zentraler Bestandteil ihres Lebens dar. Wenn wir also hier Schnittpunkte mit Menschen mit Behinderungen schaffen, kommt der Kontakt und Austausch untereinander über das gemeinsamen Feiern von ganz allein. Bestenfalls werden dadurch auch Berührungsängste abgebaut.“
Begleitet wurde die erste Party auch von einem Filmteam der Aktion Mensch. Dieses drehte einen Trailer, der vor der Sonntagsverkündung der Aktion-Mensch-Gewinner um 19.28 Uhr im ZDF  gezeigt wird und über die geförderten Projekte informiert. Rudi Zerne ist Botschafter und Moderator der Sendung.

zeit.raum für Senior*innen mit Beeinträchtigung: Neues Angebot der in.betrieb gibt Menschen mit Beeinträchtigungen auch im Rentenalter eine Tagesstruktur

Am Freitag, 22. November 2019, fand die offizielle Eröffnung eines neuen Angebots der in.betrieb gGmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration statt. Der neue Geschäftsbereich „zeit.raum für Senior*innen mit Beeinträchtigung“ gibt Menschen mit Behinderungen nach Ausscheiden aus dem langjährigen Arbeitsverhältnis einen Sozialraum für gemeinsame Aktivitäten. Dr. Eckart Lensch begleitete die Eröffnungsfeier und sprach ein Grußwort in seinen Rollen als Sozialdezernent der Stadt Mainz und Aufsichtsratsvorsitzender der in.betrieb gGmbH.

Bereits Anfang 2000 stand in.betrieb vor der Herausforderung, einen Rahmen für die wachsende Anzahl an älterwerdenden Beschäftigten zu schaffen, die den Arbeitsalltag in der Werkstatt nicht mehr komplett meistern konnten. Mit der Einrichtung einer Entlastungsgruppe werden sie seither stunden- oder tageweise bedarfsorientiert und altersgerecht betreut. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich jedoch eine ganz andere Problematik heraus: Denn mit Eintritt in die Rente verlieren die ehemaligen Beschäftigten ihre sozialen Kontakte und ihr gewohntes Umfeld. Viele vereinsamen regelrecht. „So kamen wir auf die Idee, unser Angebot der Entlastungsgruppe auf den Personenkreis der Rentner*innen auszuweiten. Passende Räume haben wir unweit unserer Werkstatt in der Carl-Zeiss-Straße 13 gefunden, so dass auch unsere Werkstatt-Beschäftigten die Entlastungsgruppe weiter besuchen können, “ sagt Michael Huber, Geschäftsführer der in.betrieb gGmbH. Die Gruppe bietet aktivierende und strukturierende Angebote wie z.B. Musizieren, Singen, Handarbeit und Handwerk, aber auch Sport und Bewegung, Gesellschaftsspiele, Gesprächskreise/Beratung an. Das Betreuerinnenteam ist multiprofessionell. Auch pflegerische Tätigkeiten fallen hierein, gerade diese nehmen zu.

Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch ist begeistert von der Angebotserweiterung: „Mit dem Konzept „zeit.raum“ zeigt sich in.betrieb erneut innovativ und reagiert auf den wachsenden Bedarf in der immer älterwerdenden Gesellschaft, in der auch Menschen mit Beeinträchtigungen einen Platz finden sollen. Dass darin auch den besonderen Ansprüchen dieser Menschen nachgekommen wird, ist enorm wichtig und geschieht hier in hohem Maße.“

In der Tagesstätte für Senior*innen werden aktuell 7 Menschen betreut, insgesamt stehen zunächst 15 Plätze zur Verfügung.

vor.ort in Ingelheim: in.betrieb geht mit Ambulantem Wohnen die ersten Schritte der Dezentralisierung

Am Mittwoch, 20. November 2019, eröffnete die in.betrieb gGmbH ihr neues Regionalbüro des Ambulanten Wohnens in Ingelheim am Rhein. Damit bewegt sich das Sozialunternehmen nun stetig in Richtung einer bevorstehenden Dezentralisierung. Oberbürgermeister Ralf Claus und Zweite Kreisbeigeordnete sowie Aufsichtsratsmitglied der in.betrieb gGmbH Ursula Hartmann-Graham begleiten die feierliche Eröffnung.

Mit dem neuen Bürositz haben ab jetzt auch in Ingelheim und Umgebung Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, sich hinsichtlich eines selbstständigen Wohnens beraten und begleiten zu lassen; für Angehörige besteht die Möglichkeit, sich frühzeitig auszutauschen: ein anbieter- und leistungsträgerübergreifendes Angebot zur „Wohnvorbereitung“ soll den zukünftigen Klient*innen, aber auch ihren Eltern und Angehörigen, u.a. bei der Wahl der passenden Wohnform sowie in der Phase des Loslassens alter Gefüge und bei der Neuorientierung helfen.

„Mit der regionalen Erweiterung unseres ambulanten Wohnangebots zeigen wir nun erstmalig Präsenz im Raum Ingelheim. Im Hinblick auf unsere weitere geplante Unternehmensentwicklung ist dies als erster Schritt der Dezentralisierung anzusehen. Wir freuen uns sehr über diese Möglichkeit, hier Fuß zu fassen, “ sagt Michael Huber, Geschäftsführer der in.betrieb gGmbH.

Auch der Oberbürgermeister der Stadt Ingelheim am Rhein zeigt sich begeistert: „Als soziale Stadt freut sich Ingelheim natürlich sehr, dass die Landschaft der Angebote für Menschen mit Beeinträchtigung erweitert wird. Da absehbar ist, dass in.betrieb in Zukunft auch mit Angeboten zur Teilhabe am Arbeitsleben in Ingelheim präsent ist, sind wir sehr froh darüber, nun schon frühzeitig einen kompetenten Partner vor Ort zu haben, um wachsende Bedarfe abzudecken.“

Groß ist auch die Freude bei der Zweiten Kreisbeigeordneten, Ursula Hartmann-Graham: „Wir sehen ein weiteres und wachsendes Interesse an der Schaffung von Wohnangeboten in kleinen, selbstständigen Strukturen. in.betrieb mit dem außergewöhnlichen Angebot der Wohnvorbereitung ist hier hoch qualifiziert und wird in den kommenden Jahren zudem weitere neue und moderne Teilhabeangebote nach Ingelheim bringen“.

Vom Büro in Ingelheim aus wird in.betrieb interessierten Menschen zur Beratung und Begleitung hin zu einem selbstständigen Wohnen und Leben zur Verfügung stehen. Das Angebot umfasst darüber hinaus auch die Beratung zu anderen Angeboten wie der Werkstatt für behinderte Menschen; der Förderung von schwerst-mehrfachbehinderten Menschen oder auch der Liebelle – der Beratungsstelle für Sexualität und geistige Behinderung.

Feierliche Zertifikatsübergabe von zwei Qualifizierungsmaßnahmen der in.betrieb

Am Freitag, 8. November 2019, erhielten insgesamt acht Teilnehmer*innen des Praxistrainings zum/zur „Wäscherei-Praktiker*in“ sowie des Praxismoduls „Maschinelle Fahrzeugpflege“ ihre Zertifikate zum Abschluss ihrer Qualifizierungsmaßnahmen bei der in.betrieb gGmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration. Die Abschlussprüfungen fanden im Beisein der Kooperationspartnerinnen IHK für Rheinhessen und der HWK Rheinhessen statt. Ziel ist eine verbesserte Integration von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

2015 legte die in.betrieb gGmbH mit dem IHK-zertifizierten Lehrgang „Praktiker*in in sozialen Einrichtungen“ den Grundstein für ihr inzwischen stark angewachsenes Qualifizierungsangebot im Rahmen der beruflichen Weiterbildung für Werkstattbeschäftigte. Im März diesen Jahres startete die neueste Bildungsmaßnahme: In Zusammenarbeit mit der IHK für Rheinhessen konnten sich nun fünf Beschäftigte aus dem Arbeitsbereich Wäscherei sowie aus dem Berufsbildungsbereich in knapp 8 Monaten zum/zur „Wäscherei-Praktiker*in“ weiterbilden.

Fachinhalte für die Teilnehmer*innen waren –  im Reinraum – das Wäsche legen, das Wäsche sortieren und das zur Auslieferung vorbereitete Lagern sowie die Stationen: Trocknen, Finishen, Mangeln und Pressen. Darüber hinaus setzten sie sich mit Materialkunde, Arbeitssicherheit, Hygiene und Umweltaspekten auseinander. Zum Theoriepaket gehörte auch die Betriebsbesichtigung einer Großwäscherei in Dreieich sowie optionale Praktika in der Wäscherei einer Altenhilfeeinrichtung in Nieder-Olm. „Es gibt in der Wäscherei sehr viele unterschiedliche Arbeiten, die ich durch das Praxistraining jetzt viel selbständiger erledigen kann. Da wird es nie langweilig. Ich würde es gern ausprobieren, mal länger in einer anderen Wäscherei zu arbeiten, im Praktikum war ich schon, “ sagt Michaela Brunk, Teilnehmerin des Praxistrainings.

Daneben haben weitere drei Teilnehmer das Praxismodul „Maschinelle Fahrzeugpflege“ durchlaufen. Sie erhielten ihre Leistungsbescheinigung im Beisein der Handwerkskammer Rheinhessen. „Wir freuen uns, nun schon zum zweiten Mal den Absolvent*innen zum Abschluss ihres Praxismoduls gratulieren zu dürfen. Das ist eine tolle Leistung, auf die jede*r Einzelne stolz sein kann, “ sagt Kirsten Oschmann, Fachbereichsleiterin Prüfungswesen der Handwerkskammer Rheinhessen. Dieser Lehrgang verlief über 4 Monate, jeweils mit einen halben Tag Theorieunterricht pro Woche und individueller fachlicher Anleitung und Training in der Praxis. Im Rahmen der Abschlusspräsentation führten die Teilnehmer die Handhabung der Waschstraße vor und erklärten z.B., welche Waschprogramme es gibt und worin sie sich unterscheiden oder welche Vor- und Nacharbeiten zur Inbetriebnahme der Waschanlage geleistet werden müssen. Weitere Prüfungsinhalte waren u.a. Sicherheitsbestimmungen, Kundenverkehr und Kassenbedienung.

Neben diesen beiden Lehrgängen qualifizieren sich derzeit auch weitere Beschäftigte der in.betrieb in vergleichbaren Fortbildungsmaßnahmen, die nicht alle mit Kammerbeteiligung stattfinden. So läuft aktuell noch ein weiteres Praxismodul im Bereich der Dokumentenarchivierung bzw. eines im Bereich Recycling.

„Für das Jahr 2020 ist die Erweiterung des Qualifizierungsangebotes für Beschäftigte mit Behinderungen um weitere drei Lehrgänge angedacht. Wir sind stetig dabei, uns weiterzuentwickeln und auch unseren Beschäftigen neue Möglichkeiten der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung zu bieten, “ sagt Cynthia Gottschald-Kipping, Leitung Bildung und Gesundheit.

blick.punkt in.betrieb - Ein Tag im Zeichen der Vielfalt

Am Freitag, 20. September 2019, bot in.betrieb nach einigen Jahren der Pause wieder Einblick in ihre Einrichtung für Menschen mit Behinderungen am Standort Nieder-Olm. Unter dem Motto „blick.punkt in.betrieb“ konnten sich ca. 350 Besucher*innen ein genaues Bild über die zahlreichen Angebote des Sozialunternehmens machen.

Ebenso vielfältig wie die Menschen bei in.betrieb sind, gestaltete sich auch das Programm beim diesjährigen Tag der offenen Tür. Vorträge zu Qualifizierungsmöglichkeiten, Inklusion in der Arbeitswelt und selbstständigem Wohnen informierten über die breit gefächerten Bereiche der in.betrieb. Daneben gab es Führungen durch die Werkstatt und Kita sowie Workshops für Schüler*innen in ausgewählten Arbeitsbereichen, die Einblick in den Alltag boten. Gespräche zum Qualifizierungslehrgang „Praktiker*in in sozialen Einrichtungen“ sowie über Außenarbeitsplätze lieferten Informationen aus der Praxis.
Vor dem Hintergrund der anstehenden Dezentralisierung nach Ingelheim ging es in der Podiumsdiskussion mit Dr. Eckart Lensch, Olaf Guttzeit und Michael Huber um die zukünftige Unternehmensentwicklung der in.betrieb gehen.

Weiteres Highlight war die Spendenübergabe der DAL Deutsche Anlagen-Leasing GmbH & Co. KG in Höhe von 10.000 Euro für den Förderverein der in.betrieb. Dieser reicht das Geld an die in.betrieb weiter, um hier den Aufbau der Senior*innentagesstruktur zu unterstützen.

Die in.betrieb-Küche sorgte wie immer für gutes Essen. Die eab1-Band bestreitete die musikalische Unterhaltung und über das ganze Gelände verteilt präsentierten sich die verschiedenen Arbeitsbereiche des Unternehmens. Es war ein bunter Tag im Zeichen der Vielfalt.